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ie reichen Silberfunde im nahen Freiberg um 1200 bis 1700 ließen auch in der Umgebung die Hoffnung aufkommen das begehrte Silber zu finden. So wuchs die Zahl der Gruben und Halden, doch die Ausbeute war gering. Die meisten Gruben wurden nur kurze Zeit betrieben.

Niederschöna
In den Akten des Freiberger Bergamtes wurden für Niederschöna 11 Stollen registriert. Die bedeutensten Gruben waren:

 Harte Grube Fundgrube 45 Jahre 
  König August Erbstollen 125 Jahre
  Sonnenglanz Erbstollen 66 Jahre


Prominentester Bergmann im Niederschönaer Revier war Zar Peter I. von Rußland, der am 17.10.1711 in den König-August-Erbstollen einfuhr und mit Eisen und Schlegel einige Erzstufen brach.

Auch in Oberschaar und Hetzdorf waren Bergleute auf der Suche nach Silber.
Doch fast alle Grubenberichte erzählen von der Armut und Not der Grubenbesitzer. Der Bergbau wurde bald wieder eingestellt. Soweit die Dörfler nicht in Landwirtschaft und Handwerk Beschäftigung fanden, gingen sie nach Freiberg und Halsbrücke, um ihr täglich Brot zu verdienen.

Eine andere Art Bergbau wurde in Niederschöna erfolgreicher betrieben. Über 800 Jahre baute man hier Sandstein übertage ab. Die Steinblöcke dieser "Niederschönaer Schichten" wurde auch im nahen Freiberg verbaut. Es entstand u. a. die berühmte Goldene Pforte am Dom zu Freiberg und 1723 die Freiberger Postdistanzsäule.